Die politische Landschaft in Ungarn steht vor einem historischen Wandel: Péter Magyar, der Oppositionsführer und Kopf der Tisza-Partei, hat die Parlamentswahl mit einer deutlichen Zwei-Drittel-Mehrheit gewonnen. Dies markiert das Ende der 16-jährigen Herrschaft von Viktor Orbán, der bereits seine Niederlage eingestanden hat.
Ein neues Kapitel für Ungarn
Magyar bezeichnete den Wahlsieg als einen Befreiungsschlag für Ungarn. In seiner Siegesrede verglich er den Moment mit dem Fall der Berliner Mauer und sprach von einem „Gefühl von Freiheit“. Er kündigte an, zentrale Figuren des alten Systems aus ihren Ämtern zu drängen und einen politischen Neuanfang zu wagen.
Reaktionen aus der EU
Die EU begrüßte den Machtwechsel in Ungarn mit großer Erleichterung. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem „neuen Kapitel für Ungarn und Europa“. Zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs gratulierten Magyar zu seinem Sieg und äußerten die Hoffnung auf eine Wiederannäherung Ungarns an die europäischen Werte.
Was kommt jetzt?
Mit der Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament hat Magyar die Möglichkeit, weitreichende Reformen durchzusetzen. Er kündigte an, die Beziehungen zur EU zu stärken und das System der Gewaltenteilung wiederherzustellen. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie schnell die neuen politischen Ziele umgesetzt werden können.
Quellen: Welt Online, ARD Tagesschau – Ausland