Französisches Gericht verurteilt Lafarge wegen Terrorfinanzierung

Der französische Zementkonzern Lafarge muss sich wegen Terrorfinanzierung verantworten. Ein Gericht in Paris verurteilte den ehemaligen CEO des Unternehmens zu sechs Jahren Haft und verhängte eine Geldstrafe von über 1,3 Millionen Dollar. Laut den Richtern ist erwiesen, dass Lafarge Schutzgelder an den Islamischen Staat (IS) und andere dschihadistische Gruppen zahlte, um die Geschäfte im syrischen Kriegsgebiet aufrechtzuerhalten.

Kritik an Geschäftspraktiken in Krisengebieten

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die ethischen Grenzen unternehmerischer Aktivitäten in Konfliktregionen. Lafarge hatte sein Werk in Nordsyrien trotz des Bürgerkriegs weiterbetrieben und dafür offenbar mit extremistischen Gruppierungen kooperiert. Die Anklage sah darin eine klare Unterstützung terroristischer Aktivitäten.

Das Urteil wird als wichtiges Signal gegen die Finanzierung von Terrororganisationen durch westliche Unternehmen gewertet. Es könnte weitreichende Konsequenzen für die Geschäftspraktiken multinationaler Konzerne in Krisengebieten haben.

Quellen: France 24, FAZ Online