Nach monatelanger Beharrung auf der vollständigen Eroberung der ukrainischen Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja zeigt der Kreml erstmals Flexibilität in seinen Kriegszielen. Regierungssprecher Dmitri Peskow erklärte am Montag, die militärischen Operationen würden „den realen Gegebenheiten angepasst“.
Strategische Neuausrichtung?
Experten werten die Äußerung als möglichen Hinweis auf eine strategische Neuausrichtung. „Die russische Führung scheint einzusehen, dass ihre ursprünglichen Ziele militärisch nicht mehr realistisch sind“, analysiert die Berliner Sicherheitsexpertin Claudia Major.
Gleichzeitig betonte Peskow, dass die „Schutzmaßnahmen“ für die russischsprachige Bevölkerung in der Ostukraine weiterhin oberste Priorität hätten. Die Aussagen fallen in eine Phase erhöhter diplomatischer Aktivitäten, nachdem mehrere Staaten vermittelt hatten.
Quellen: Spiegel Online, Spiegel Online – Ausland