In der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince sind am Montag mehr als 1.000 Arbeiter auf die Straße gegangen, um gegen die aktuellen Wirtschaftsbedingungen zu protestieren. Die Demonstranten fordern eine Erhöhung des Mindestlohns, da die steigenden Ölpreise die Lebenshaltungskosten im Land dramatisch erhöht haben.
Ölkrise verschärft soziale Spannungen
Hintergrund der Proteste ist der eskalierende Konflikt im Iran, der zu einem starken Anstieg der globalen Ölpreise geführt hat. Als importabhängiges Land ist Haiti besonders von diesen Entwicklungen betroffen. Viele Arbeiter können sich Grundnahrungsmittel und Transportkosten kaum noch leisten.
Die Demonstranten marschierten durch das Regierungsviertel und skandierten Parolen gegen die Regierung. Sie werfen den Behörden vor, nicht genug gegen die Wirtschaftskrise zu unternehmen. Die Polizei überwachte den Protest, der weitgehend friedlich verlief.
Forderungen nach sofortigen Maßnahmen
Gewerkschaftsvertreter forderten eine sofortige Anpassung der Löhne an die Inflation. Der aktuelle Mindestlohn von umgerechnet etwa 5 US-Dollar pro Tag reiche nicht mehr aus, um eine Familie zu ernähren. Wirtschaftsexperten warnen, dass ohne schnelle Maßnahmen die sozialen Spannungen weiter zunehmen könnten.
Quellen: PBS NewsHour