Die peruanischen Präsidentschaftswahlen steuern auf eine dramatische Zuspitzung zu. Wie die Wahlbehörde ONPE mitteilte, wurde der Logistikchef der Behörde unter ungeklärten Umständen festgenommen. Gleichzeitig werfen Oppositionspolitiker um den Kandidaten Rafael López Aliaga der Regierung massive Wahlmanipulation vor.
Laut aktuellen Zahlen sind bisher 71% der Stimmen ausgezählt. López Aliaga liegt mit 14,1% deutlich hinter der Favoritin Keiko Fujimori (16,9%). Der konservative Kandidat spricht von systematischem Betrug und beklagt, dass rund 63.000 Wähler ihr Stimmrecht nicht ausüben konnten.
Die zweite Wahlrunde (Segunda Vuelta) ist für den 7. Juni angesetzt. Internationale Wahlbeobachter fordern unterdessen eine lückenlose Aufklärung der Vorwürfe. Die politische Krise in dem Andenstaat droht sich weiter zu verschärfen.
Quellen: Rio Times Online