Der oberste UN-Hilfskoordinator für den Sudan hat vor einer ‚vergessenen Krise‘ gewarnt, da der Konflikt im Land nun in sein viertes Jahr geht. Trotz der anhaltenden Gewalt und der massiven humanitären Notlage erhalte die Krise kaum noch internationale Aufmerksamkeit, so der UN-Vertreter.
Zivilisten seien weiterhin täglich Tötungen, Vertreibungen und weit verbreiteter sexualisierter Gewalt ausgesetzt. Die UN forderte dringend Maßnahmen, um den Konflikt zu beenden und die Zivilbevölkerung zu schützen. Gleichzeitig sei eine deutliche Ausweitung der humanitären Hilfe notwendig, um das Leid der Menschen zu lindern.
Die Warnung erfolgte im Rahmen einer Konferenz in Berlin, bei der internationale Akteure über die Situation im Sudan diskutierten. Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch (HRW) forderten die Weltgemeinschaft auf, endlich konkrete Schritte zur Beendigung der Gräueltaten zu unternehmen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Quellen: AllAfrica, UN News