Kolumbien plant Abschuss von Escobars Hippos

Die kolumbianischen Behörden haben am Montag einen Plan zur Dezimierung der wildlebenden Flusspferde genehmigt, die seit Jahren in der Region um Magdalena Medio ihr Unwesen treiben. Die Tiere stammen ursprünglich aus dem Privatzoo des verstorbenen Drogenbarons Pablo Escobar und haben sich in freier Wildbahn stark vermehrt.

Laut offiziellen Angaben bedrohen die bis zu 3 Tonnen schweren Hippos Dorfbewohner und verdrängen einheimische Tierarten. Die Regierung spricht von einer „ökologischen Zeitbombe“. Umweltschützer hatten vergeblich versucht, die Tiere zu sterilisieren oder ins Ausland zu bringen.

Der nun beschlossene Abschuss ist äußerst umstritten. Tierschützer kündigten bereits rechtliche Schritte an, während die Regierung betont, es handle sich um eine notwendige Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung und des Ökosystems.

Quellen: France 24