Nach der Abwahl von Viktor Orbán in Ungarn hat sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder deutlich von der bisherigen Regierungspolitik distanziert. Söder und seine Staatskanzlei wollen die Beziehungen zu Ungarn neu sortieren und betonen, dass die Zusammenarbeit nie auf Eis gelegen habe.
Die bisherige Regierung unter Viktor Orbán war in Bayern umstritten, vor allem aufgrund ihrer Positionen zu Menschenrechten und der Rechtsstaatlichkeit. Söder und seine CSU hatten sich in der Vergangenheit kritisch zu Orbán geäußert, ohne jedoch die bilateralen Beziehungen abzubrechen.
Nun soll ein Neustart in den Beziehungen erfolgen. Bayerns Staatskanzlei arbeitet bereits an neuen Kooperationsprojekten mit der ungarischen Regierung. Dabei sollen vor allem wirtschaftliche und kulturelle Aspekte im Vordergrund stehen. Söder betonte, dass Bayern weiterhin ein wichtiger Partner für Ungarn bleiben wolle, jedoch unter neuen Vorzeichen.
Quellen: Süddeutsche Zeitung