Das Frankfurter Bahnhofsviertel entwickelt sich nach Ansicht von Suchtexperten zunehmend zu einer „Psychiatrie ohne Behandlung“. Grund ist der steigende Crack-Konsum, der bei Abhängigen schwere psychische Erkrankungen verursacht. Suchtmediziner kritisieren die aktuelle Drogenpolitik der Stadt scharf.
System der Drogenhilfe am Limit
„Wir sehen hier Menschen, die dringend psychiatrische Hilfe benötigen, aber keine angemessene Behandlung erhalten“, erklärt ein Suchtexperte. Die bestehenden Hilfsangebote seien völlig überlastet und nicht auf die speziellen Bedürfnisse von Crack-Konsumenten ausgelegt. Besonders problematisch sei die Kombination aus psychischen Erkrankungen und Obdachlosigkeit vieler Betroffener.
Die Kritiker fordern dringend ein Umdenken in der städtischen Drogenhilfe. Notwendig seien mehr psychiatrische Betreuungsplätze und spezialisierte Anlaufstellen. Die Stadt Frankfurt steht damit vor einer großen Herausforderung, die das bisherige System der Drogenhilfe grundlegend infrage stellt.
Quellen: FAZ Online