Die iranischen Revolutionsgarden haben offenbar einen chinesischen Spionagesatelliten eingesetzt, um US-Militärstützpunkte in Jordanien und anderen Ländern der Region auszukundschaften und anzugreifen. Dies berichten mehrere internationale Medien unter Berufung auf Geheimdienstinformationen.
Geheimer Kauf in China
Laut dem Bericht des Middle East Eye und des Spiegels erwarb die Aerospace Force der Revolutionsgarden den Satelliten TEE-01B heimlich in China. Das Geschäft im Wert von etwa 36,6 Millionen Dollar (umgerechnet rund 34 Millionen Euro) soll in chinesischer Währung abgewickelt worden sein.
Ziel: US-Truppen in der Region
Der Satellit diente demnach der Überwachung von US-Militäreinrichtungen in Jordanien, Saudi-Arabien, Bahrain und dem Irak. Die gewonnenen Daten sollen anschließend für gezielte Angriffe genutzt worden sein. Welche konkreten Basen in Jordanien betroffen waren, wurde nicht näher spezifiziert.
Die Enthüllungen werfen ein neues Licht auf die technologischen Fähigkeiten Irans und seine Zusammenarbeit mit China im militärischen Bereich. Experten befürchten eine weitere Eskalation der Spannungen in der ohnehin schon instabilen Region.
Quellen: Middle East Eye, Spiegel Online – Ausland