Indien: Neun Polizisten wegen Covid-Custody-Killings zum Tode verurteilt

Ein Gericht in Indien hat neun Polizisten zum Tode verurteilt, weil sie während der Covid-Pandemie einen Vater und Sohn in Gewahrsam töteten. Die beiden waren 2020 festgenommen worden, weil sie gegen die damaligen Lockdown-Regeln verstoßen hatten. Die Angehörigen hatten daraufhin eine Untersuchung gefordert, die zu dem aktuellen Urteil führte.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Polizisten die beiden Männer während ihrer Haft schwer misshandelt hatten, was letztlich zu ihrem Tod führte. Das Urteil sorgt in Indien für landesweite Diskussionen über Polizeigewalt und die Einhaltung von Menschenrechten während der Pandemie.

Experten betonen, dass dieser Fall ein Beispiel für die weit verbreitete Gewalt durch Sicherheitskräfte während der Covid-Krise ist. Menschenrechtsorganisationen begrüßten das Urteil als wichtigen Schritt zur Gerechtigkeit, forderten jedoch weitere Reformen, um solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern.

Quellen: BBC News, The Guardian