Drei Jahre Krieg im Sudan: Über 150.000 Tote und 14 Millionen Vertriebene

Seit dem Ausbruch des Krieges im Sudan vor drei Jahren hat sich die Lage dramatisch verschlechtert. Die Konflikte, die am 16. April 2023 begannen, haben zu einem verheerenden Verlust von Menschenleben geführt. Berichten zufolge sind mittlerweile über 150.000 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 14 Millionen wurden vertrieben.

Die sudanesischen Streitkräfte (SAF) konnten zwar bestimmte Gebiete zurückerobern, darunter Teile von Khartoum und umliegende Städte, doch der Kampf um die Kontrolle bleibt angespannt. Das Land leidet unter einer humanitären Krise, die durch anhaltende Kämpfe und eine schwache Infrastruktur noch verschärft wird.

Die internationale Gemeinschaft hat auf diese Krise reagiert. Während einer Konferenz in Berlin, die an den dritten Jahrestag des Konflikts erinnerte, wurde ein gemeinsamer Appell zur Deeskalation und zur Beendigung des Krieges formuliert. Die Teilnehmer, darunter Vertreter der Afrikanischen Union, der EU und der Vereinten Nationen, drängten auf einen von den Sudanesen geführten politischen Prozess zur Beendigung der Gewalt.

Die humanitäre Lage ist katastrophal: Laut der Weltgesundheitsorganisation sind nur 63 % der Gesundheitseinrichtungen im Sudan noch betriebsbereit. Krankheiten wie Cholera breiten sich aus, während Angriffe auf medizinisches Personal und Einrichtungen die Situation weiter verschärfen.

Die Aussicht auf Frieden bleibt düster, und die Zivilbevölkerung wird weiterhin im Kreuzfeuer der militärischen Auseinandersetzungen gefangen. Experten warnen davor, dass die internationale Gemeinschaft mehr tun muss, um den Menschen im Sudan zu helfen und den Konflikt zu beenden.

Quellen: Agenzia Fides, Al Jazeera English, AllAfrica