Papst Leo XIV. ruft in Kamerun zu Frieden auf

Papst Leo XIV. hat am Donnerstag in Bamenda, einer Stadt im konfliktgeplagten Nordwesten Kameruns, eindringlich Frieden und Versöhnung gefordert. Der Papst, der zum ersten Mal in Kamerun ist, äußerte sich besorgt über die anhaltenden gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Region, die von ethnischen Spannungen und politischen Konflikten geprägt sind.

In seiner Rede sagte der Papst: „Selig sind die Friedensstifter! Aber wehe denjenigen, die Religion für militärische, wirtschaftliche und politische Zwecke missbrauchen.“ Diese Worte richteten sich gezielt gegen die sogenannten „Tyrannen“, die seiner Meinung nach die Weltkriege antreiben und die Ressourcen Afrikas ausbeuten.

Die Region Nordwestkamerun hat in den letzten Jahren unter einer zunehmenden Gewaltspirale gelitten, seit englischsprachige Separatisten eine Unabhängigkeit von der französischsprachigen Regierung fordern. Der Papst appellierte an die Bürger und die politischen Führer, den Weg des Dialogs und des Friedens zu wählen, um die bestehende Krise zu überwinden.

Sein Besuch wird als Versuch gewertet, die internationale Aufmerksamkeit auf die humanitäre Lage in Kamerun zu lenken und einen positiven Wandel herbeizuführen.

Quellen: Al Jazeera English, France 24 – Africa