In Potsdam formiert sich ein wachsender Widerstand gegen die geplante Verpackungssteuer, die ab Juli 2026 eingeführt werden soll. Über 15 Vertreter aus der Lebensmittelbranche haben sich am Freitag zu Wort gemeldet und ihren Unmut über die neue Regelung geäußert. Sie befürchten, dass die Steuer zu einem Anstieg der Preise für Verbraucher führen wird und warnen vor einem erhöhten bürokratischen Aufwand.
Die Verpackungssteuer sieht vor, dass für Einwegverpackungen, wie zum Beispiel Becher und Schalen, eine zusätzliche Gebühr von 50 Cent erhoben wird. Diese Maßnahme soll umweltfreundliche Alternativen fördern und die Verwendung von Einwegplastik reduzieren. Kritiker argumentieren jedoch, dass die Steuer vor allem kleine Betriebe belasten könnte und die Verbraucher letztendlich die Kosten tragen müssen.
Das Potsdamer Rathaus hat sich bisher zurückhaltend gezeigt und erklärt, dass man die Informationen zur Steuer besser kommunizieren werde. Dennoch bleibt die Unsicherheit unter den Geschäftsinhabern groß, die sich auf steigende Kosten und mögliche Klagen vorbereiten. Die Diskussion um die Verpackungssteuer wird sicherlich auch in den kommenden Wochen für reichlich Gesprächsstoff sorgen.
Quellen: Der Tagesspiegel