Uruguayisches Gericht erlaubt Fortsetzung der Offshore-Seismik

Ein Zivilgericht in Montevideo, Uruguay, hat eine einstweilige Verfügung abgelehnt, die von sozialen Organisationen und Gewerkschaften der Fischereiindustrie eingereicht wurde. Diese Verfügung richtete sich gegen seismische Prospektionsaktivitäten zur Erforschung von Kohlenwasserstoffen in der exklusiven Wirtschaftszone Uruguays. Die Entscheidung ermöglicht es dem Unternehmen Viridien (CGG Services), die Explorationsarbeiten im Auftrag des Ölriesen Chevron fortzusetzen.

Die Antragsteller hatten argumentiert, dass die seismischen Aktivitäten negative Auswirkungen auf die Meeresökosysteme und die Fischereiindustrie haben könnten. Das Gericht befand jedoch, dass die vorgelegten Beweise nicht ausreichend waren, um die Arbeiten zu stoppen. Die Entscheidung wird als Sieg für die Energiepolitik des Landes gewertet, die darauf abzielt, die heimische Öl- und Gasproduktion zu steigern.

Die Explorationsarbeiten sind Teil eines größeren Regierungsplans, die Energieabhängigkeit Uruguays zu reduzieren und die wirtschaftliche Entwicklung durch die Nutzung potenzieller Öl- und Gasvorkommen voranzutreiben. Diese Entscheidung hat sowohl nationale als auch internationale Beobachter auf den Plan gerufen, die die Auswirkungen auf Umwelt und Wirtschaft genau verfolgen werden.

Quellen: Mercopress