Trotz einer vereinbarten Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon hat das israelische Militär Berichten zufolge mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur im Süden Libanons fortgefahren. Laut Militärkommandeuren werden Häuser und Schulen im Gebiet am Fluss Litani abgerissen, was auf eine militärische Strategie hinweist, die der in Gaza ähnelt.
Der Waffenstillstand, der am Donnerstag in Kraft trat, sollte den Zivilisten ermöglichen, in ihre Häuser zurückzukehren. Jedoch berichtete der ehemalige libanesische Minister Ali Hassan Khalil, dass seit Beginn des Waffenstillstands Teile von 39 Dörfern im Süden Libanons zerstört wurden. Diese fortgesetzten Angriffe werfen ein besorgniserregendes Licht auf die humanitäre Situation im Land.
Die Bedingungen für die Zivilbevölkerung sind katastrophal. Journalist Iva Kovic-Chahine berichtete, dass viele Menschen aus ihren zerstörten Heimatorten zurückkehren und mit enormen Schwierigkeiten konfrontiert sind. Mehr als eine Million Menschen sind durch den Konflikt vertrieben worden, und viele ihrer Häuser sind nicht mehr bewohnbar.
Quellen: Middle East Eye, France 24