Die Druschba-Pipeline, die russisches Erdöl nach Ungarn und in die Slowakei transportiert, wurde nach Schäden durch russische Angriffe repariert. Der ukrainische Präsident Volodymyr Zelenskyy gab bekannt, dass die Pipeline am Dienstag wieder in Betrieb genommen werden kann, was den Weg für den Fluss von russischem Öl freimacht.
Diese Entwicklung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die EU ein umfangreiches Hilfspaket in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine plant. Die Wiederherstellung der Pipeline ist jedoch umstritten, da sie die Ukraine in eine schwierige Lage bringt: Während sie um Unterstützung gegen Russland bittet, beginnt sie gleichzeitig, russische Ölströme wieder aufzunehmen.
Ungarn hat in der Vergangenheit wiederholt betont, dass es auf russische Energieimporte angewiesen ist. Die ungarische Regierung könnte durch die Wiederinbetriebnahme der Pipeline sowohl wirtschaftliche Vorteile erzielen als auch international unter Druck geraten, sich von russischen Energielieferungen abzuwenden. Die Situation bleibt angespannt, da die geopolitischen Spannungen in der Region weiterhin hoch sind.
Quellen: The Guardian, Welt Online