Mexiko steuert auf eine schwerwiegende Umweltkrise zu, die laut eines UN-Experten durch mangelnde Umweltstandards und den Export von giftigem Abfall aus den USA verursacht wird. Marcos Orellana, ein Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen, bezeichnete Mexiko als ‚Müllkippe‘ für die Vereinigten Staaten. In einem Interview mit dem Guardian und dem investigativen Medium Quinto Elemento Lab warnte er vor den katastrophalen Auswirkungen auf die mexikanische Bevölkerung.
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Orellana kritisierte die laxen Umweltvorschriften und die fehlende Aufsicht, die es ermöglichen, dass sich gefährliche Schadstoffe in mexikanischen Gemeinden ansammeln. ‚Mexiko wird als Müllkippe für die USA genutzt‘, sagte er. Dies habe bereits zu einer ‚toxischen Krise‘ geführt, die die Gesundheit der Menschen und die Umwelt stark beeinträchtige. Besonders betroffen seien Gebiete in der Nähe von Industrieanlagen und Deponien, wo giftige Abfälle oft unsachgemäß entsorgt werden.
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Der UN-Experte forderte dringend strengere Umweltgesetze und eine bessere Kontrolle der Abfallentsorgung, um weitere Schäden zu verhindern. Gleichzeitig müssten die USA ihrer Verantwortung gerecht werden und den Export von giftigem Müll nach Mexiko stoppen. Die aktuelle Situation sei ein Beispiel dafür, wie ökologische Probleme grenzüberschreitende Auswirkungen haben und internationale Zusammenarbeit erfordern.
Quellen: The Guardian – World