Am Dienstag, den 22. April 2026, gingen in Prag hunderte von Studenten auf die Straße, um gegen die von der neuen Koalitionsregierung unter der Führung des populistischen Premierministers Andrej Babiš vorgeschlagenen Kürzungen bei der Finanzierung öffentlicher Medien zu protestieren. Die Regierung plant, die Gebühren abzuschaffen, die Einzelpersonen, Haushalte und Unternehmen zur Finanzierung der öffentlichen Medien zahlen müssen.
Die Demonstranten argumentieren, dass die Streichung dieser Gebühren die Unabhängigkeit und Qualität der Berichterstattung gefährden würde. Die Studenten versammelten sich vor dem Gebäude des tschechischen Parlaments und forderten die Regierung auf, ihre Pläne zu überdenken. Viele Teilnehmer hielten Transparente hoch mit Slogans wie „Die Presse ist nicht zum Verkauf“ und „Unabhängige Medien sind unser Recht“.
Die Proteste sind Teil einer breiteren Bewegung in Tschechien, die sich gegen die zunehmend populistische und autoritäre Politik der Regierung richtet. Kritiker befürchten, dass die Kürzungen zu einer weiteren Erosion der demokratischen Standards im Land führen könnten.
Die Regierung hat bislang auf die Proteste nicht reagiert, doch die Studentenorganisationen kündigten an, die Mobilisierung fortzusetzen, bis ihre Forderungen gehört werden. Die öffentliche Unterstützung für die Medien und deren Finanzierung ist in den letzten Jahren immer wieder ein umstrittenes Thema in Tschechien gewesen.
Quellen: Euronews