Der frühere französische Präsident Nicolas Sarkozy hat im Berufungsverfahren zur sogenannten Libyen-Affäre erneut alle Vorwürfe zurückgewiesen. Ihm wird vorgeworfen, für seinen Präsidentschaftswahlkampf 2007 illegale Finanzspritzen aus Libyen erhalten zu haben – insbesondere vom damaligen libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi.
Lange juristische Auseinandersetzung
Bereits 2021 war Sarkozy in erster Instanz wegen Korruption und illegaler Wahlkampffinanzierung zu drei Jahren Haft verurteilt worden, davon zwei Jahre auf Bewährung. Der Ex-Staatschef bestreitet die Vorwürfe jedoch weiterhin vehement und sprach im aktuellen Verfahren auch mit Angehörigen über die Belastungen des langwierigen Prozesses.
Die Affäre belastet seit Jahren die diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Libyen. Die libysche Übergangsregierung hatte wiederholt um Aufklärung der mutmaßlichen Geldflüsse gebeten. Sarkozys Anwälte wollen nun mit neuen Beweismitteln eine Revision des Urteils erreichen.
Quellen: ZEIT Online – Außenpolitik