Massentest gegen die MS-13-Gang in El Salvador

El Salvador hat am Donnerstag einen massiven Prozess gegen 486 mutmaßliche Mitglieder der Mara Salvatrucha (MS-13) eingeleitet. Die Angeklagten werden beschuldigt, gemeinsam über 29.000 Morde und weitere Verbrechen begangen zu haben. Dieser Prozess ist Teil von Präsident Nayib Bukeles umfassender Strategie zur Bekämpfung von Bandenkriminalität, die unter einem seit 2022 geltenden Ausnahmezustand stattfindet.

Die Regierung behauptet, dass ihre Maßnahmen zu einem signifikanten Rückgang der Kriminalität geführt haben. Allerdings warnen Menschenrechtsgruppen vor schweren Missbräuchen, einschließlich Verletzungen des rechtlichen Gehörs und Berichten über Folter. Kritiker argumentieren, dass die Massenprozesse und die hohen Inhaftierungszahlen, die im Rahmen dieser Kampagne entstanden sind, die Rechtsstaatlichkeit gefährden.

Die Behörden haben in den letzten Monaten Tausende von mutmaßlichen Gangmitgliedern festgenommen, was zu Überfüllung in den Gefängnissen geführt hat. Das CECOT-Gefängnis, in dem die Verhandlungen stattfinden, wird als eines der größten und sichersten Gefängnisse in Mittelamerika angesehen. Präsident Bukele sieht die Gangbekämpfung als einen zentralen Punkt seines politischen Mandats und hat angekündigt, die Maßnahmen fortzusetzen, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten.

Quellen: France 24 – World, France 24 – Americas