Kambodschaner nach Haft in USA unerwartet nach Eswatini deportiert

Pheap Rom, ein kambodschanischer Staatsbürger, wurde nach Abschluss seiner Haftstrafe in den USA überraschend in das afrikanische Königreich Eswatini deportiert. Wie der Guardian berichtet, gehört Rom zu einer Gruppe von 15 Personen, die im vergangenen Jahr unter ungeklärten Umständen nach Eswatini gebracht wurden.

Ungewöhnliche Abschiebepraxis

Der 42-Jährige erklärte, er hätte eine Rückführung nach Kambodscha akzeptiert, kannte Eswatini jedoch nicht einmal dem Namen nach. Als er erstmals von seiner neuen Destination hörte, vermutete er zunächst, es handele sich um ein weiteres US-Internierungslager in Louisiana. Stattdessen landete er in einem Gefängnis des kleinen Binnenstaates im südlichen Afrika.

Die Hintergründe dieser ungewöhnlichen Abschiebepraxis sind bisher unklar. Menschenrechtsorganisationen kritisieren, dass die Betroffenen in Eswatini erneut inhaftiert wurden, obwohl sie ihre Strafen in den USA bereits verbüßt hatten. Die Regierungen der USA und Eswatinis haben zu dem Fall bisher keine Stellung bezogen.

Quellen: The Guardian