Während eines offiziellen Besuchs in Athen haben der französische Präsident Emmanuel Macron und der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis gefordert, die Rückzahlungen von Covid-19-Darlehen auszusetzen. Macron bezeichnete die sofortige Rückzahlung als ‚idiotisch‘ und betonte die Notwendigkeit eines umfassenden Plans zur finanziellen Stabilisierung der EU nach der Pandemie.
Die beiden Staatsoberhäupter argumentierten, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch die Pandemie entstanden sind, eine flexible Herangehensweise an die Schuldenrückzahlungen erforderten. Dies könnte nicht nur Griechenland, sondern auch anderen von der Krise betroffenen EU-Staaten zugutekommen.
Macron und Mitsotakis plädierten für eine Erhöhung der EU-Anleihen, um die finanzielle Belastung für die Mitgliedstaaten zu verringern. Diese Vorschläge könnten die Debatten über die fiskalische Politik der EU neu entfachen und die Notwendigkeit einer Reform der Schuldenregeln in der Eurozone unterstreichen.
Die Forderung nach einer Aussetzung der Schuldenrückzahlungen stößt auf gemischte Reaktionen in den EU-Institutionen, da einige Mitgliedstaaten besorgt sind über mögliche Auswirkungen auf die finanzielle Stabilität der Union. Dennoch bekräftigten Macron und Mitsotakis ihre feste Überzeugung, dass ein gemeinsames Vorgehen erforderlich sei, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu bewältigen.
Quellen: Politico Europe