Der prominente Oppositionsführer Anicet-Georges Dologuele hat am Mittwoch in einer Pressekonferenz die Entscheidung der Regierung der Zentralafrikanischen Republik, ihm die Ausreise zu verbieten, als „Missbrauch von Macht“ bezeichnet. Dologuele wurde mitgeteilt, dass er aufgrund des Verlusts seiner Staatsbürgerschaft nicht ausreisen dürfe, was er als politischen Schachzug zur Unterdrückung seiner politischen Aktivitäten betrachtet.
Dologuele, der in der Vergangenheit bereits mehrfach gegen die Regierung von Präsident Faustin-Archange Touadéra Stellung bezogen hat, betont, dass solche Maßnahmen darauf abzielen, die politische Opposition zum Schweigen zu bringen. „Wir befinden uns in einem kritischen Moment, in dem die Demokratie und die Grundrechte in unserem Land ernsthaft bedroht sind“, sagte er.
Die Zentralafrikanische Republik hat in den letzten Jahren unter politischer Instabilität und Gewalt gelitten. Dologuele fordert die internationale Gemeinschaft auf, sich für die Wiederherstellung der Demokratie und die Wahrung der Menschenrechte im Land einzusetzen. Er betont, dass die Regierung nicht das Recht habe, die Bewegungsfreiheit ihrer Bürger einzuschränken.
Die Reaktion auf Dologueules Vorwürfe bleibt abzuwarten, doch viele Beobachter sehen in dieser Situation einen weiteren Beweis für die angespannten politischen Verhältnisse in der Zentralafrikanischen Republik.
Quellen: Africanews