Israel investiert in Umgehungsstraßen im besetzten Westjordanland

In einem weiteren Schritt zur Ausweitung der israelischen Präsenz im Westjordanland hat die israelische Regierung 1 Milliarde Schekel (entspricht etwa 345 Millionen US-Dollar) für den Bau von sogenannten „kolonialen“ Umgehungsstraßen auf palästinensischem Territorium eingeplant. Diese Straßen sind darauf ausgelegt, den Zugang zu den Siedlungen zu erleichtern und den Verkehr auf palästinensischen Straßen zu minimieren.

Laut dem National Bureau for Defending Land and Resisting Settlements sind diese Maßnahmen nicht nur eine infrastrukturelle Veränderung, sondern auch ein direkter Eingriff in die Lebensqualität der palästinensischen Bevölkerung. Kritiker sehen in diesen Entwicklungen eine weitere Eskalation des Konflikts und eine Behinderung des Friedensprozesses.

Die internationale Gemeinschaft, sowie Menschenrechtsorganisationen, erheben immer wieder den Vorwurf, dass solche Investitionen die illegale Besetzung und die systematische Diskriminierung der Palästinenser verstärken. Die Zukunft des Westjordanlands bleibt angesichts solcher Entwicklungen ungewiss.

Quellen: Middle East Monitor, Middle East Eye