Nach dem kürzlichen Machtwechsel in Ungarn hat Zbigniew Ziobro, der ehemalige Justizminister Polens, das Land verlassen und ist in die USA geflüchtet. Ziobro, der in Polen wegen Korruption und Amtsmissbrauch unter Verdacht steht, bestätigte seine Flucht in einer Erklärung. Er war im vergangenen Jahr von der ungarischen Regierung unter Viktor Orbán Asyl gewährt worden, was nun in der neuen politischen Landschaft Ungarns nicht mehr gesichert ist.
Das ungarische Parlament hat unter dem neuen Ministerpräsidenten Péter Magyar einen klaren politischen Kurswechsel vollzogen. Magyar hatte in seiner ersten Rede als Premierminister versprochen, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und sich für die Menschen einzusetzen, die unter der Orbán-Regierung gelitten haben. Diese Entwicklungen machen es für Ziobro ungewiss, ob er in Ungarn sicher bleiben könnte, was letztlich zu seiner Entscheidung führte, das Land zu verlassen.
Die polnischen Behörden haben einen Haftbefehl gegen ihn erlassen, während er in den USA Asyl beantragt hat. Ziobro ist eine umstrittene Figur, die sich in der polnischen Politik viele Feinde gemacht hat.
Quellen: The Guardian, ZEIT Online