Schusswechsel vor israelischem Konsulat in Istanbul: Ein Angreifer getötet

In Istanbul hat sich am Dienstag ein bewaffneter Vorfall vor dem israelischen Konsulat ereignet. Laut türkischen Behörden wurden bei einem Schusswechsel mit der Polizei ein Angreifer getötet und zwei weitere verletzt. Auch zwei Polizisten erlitten leichte Verletzungen.

Konsulat seit Jahren unbesetzt

Wie mehrere Quellen berichten, ist das israelische Konsulat in Istanbul seit zweieinhalb Jahren nicht mehr besetzt. Keine israelischen Diplomaten waren zum Zeitpunkt des Vorfalls vor Ort. Die Hintergründe der Attacke sind noch unklar, allerdings deuten Behördenangaben auf einen terroristischen Hintergrund hin.

Erdogan verurteilt „heimtückischen Angriff“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte den Vorfall als „heimtückischen Angriff“ und bekräftigte den Kampf seines Landes gegen den Terrorismus. Die beiden verletzten Angreifer sollen Brüder aus Izmit sein, wobei einer von ihnen Verbindungen zu einer Terrororganisation haben soll, die Religion instrumentalisiert – eine mögliche Anspielung auf den Islamischen Staat.

Der Vorfall erinnert an frühere militante Angriffe in der Türkei, darunter ein Gefecht mit IS-Kämpfern im Dezember 2025, bei dem drei Polizisten ums Leben kamen.

Quellen: France 24, BBC News, FAZ Online, Times of Israel, Middle East Eye