Schweiz plant eigenen Datenraum für Gesundheitsdaten

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in der Schweiz hat Pläne für einen eigenen Datenraum für schweizerische Patientendaten vorgestellt. Dieser Schritt wird als Reaktion auf die zunehmende Dominanz von US-Cloud-Anbietern im Gesundheitssektor gesehen. Der US Cloud Act, der es amerikanischen Unternehmen ermöglicht, auf Daten zuzugreifen, die außerhalb der USA gespeichert sind, stellt ein erhebliches Risiko für die Datensicherheit und den Datenschutz dar.

Mit dem neuen Datenraum will die Schweiz sicherstellen, dass Patientendaten in einem geschützten und kontrollierten Umfeld verarbeitet werden. Dies ist besonders wichtig, um das Vertrauen der Bevölkerung in die digitale Gesundheitsversorgung zu stärken. Die Initiative könnte auch als Modell für andere europäische Länder dienen, die ähnliche Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit haben.

Der Ausschluss von US-Anbietern könnte jedoch auch zu Herausforderungen führen, insbesondere im Hinblick auf die Integration internationaler Technologien und Innovationen im Gesundheitswesen. Experten fordern eine sorgfältige Abwägung zwischen Datenschutz und technologischen Fortschritten.

Quellen: heise online