Venezuela lehnt die Zuständigkeit des IGH im Essequibo-Streit ab

Am Montag trat Delcy Rodríguez, die amtierende Präsidentin Venezuelas, persönlich vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag auf, um die Zuständigkeit des Gerichts im langjährigen Streit um das Essequibo-Gebiet offiziell abzulehnen. Sie argumentierte, dass der Schiedsspruch von 1899, der die Grenzziehung festlegte, als ‚127 Jahre alter Betrug‘ anzusehen sei. Das umstrittene Territorium, das sich über etwa 160.000 Quadratkilometer erstreckt, ist reich an Ölreserven und stellt seit Jahrzehnten einen Punkt der Auseinandersetzung zwischen Venezuela und Guyana dar.

Rodríguez betonte, dass Venezuela weiterhin bestrebt sei, den Konflikt auf diplomatischem Wege zu lösen, jedoch nicht die rechtliche Autorität des IGH anerkennen könne, da der ursprüngliche Schiedsspruch unter fragwürdigen Umständen zustande gekommen sei. Diese Entwicklung stellt einen weiteren Schritt in den angespannten Beziehungen zwischen Guyana und Venezuela dar, die immer wieder durch territoriale Ansprüche belastet werden.

Quellen: Rio Times Online