Auf den Malediven wurden zwei Journalisten zu Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie über eine angebliche Affäre des Präsidenten Mohamed Muizzu berichtet hatten. Die Verhaftungen erfolgten, nachdem die Journalisten gegen eine gerichtliche Anordnung verstoßen hatten, die die Berichterstattung über die Vorwürfe untersagte.
Menschenrechtsorganisationen und Journalistenverbände kritisieren die Inhaftierungen scharf und warnen, dass dies einen gefährlichen Präzedenzfall für die Pressefreiheit in dem Inselstaat darstellt. Sie fordern die sofortige Freilassung der beiden Journalisten und weisen darauf hin, dass die Meinungsfreiheit in den Malediven immer mehr unter Druck gerät.
Die Vorwürfe gegen Präsident Muizzu wurden in den sozialen Medien und von einigen Nachrichtenportalen verbreitet, was zu einem öffentlichen Aufschrei führte. Kritiker der Regierung befürchten, dass die Bestrafung der Journalisten Teil einer breiteren Strategie ist, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen.
Die Malediven haben in den letzten Jahren eine wechselvolle Geschichte in Bezug auf die Pressefreiheit erlebt, und diese aktuellen Ereignisse werfen erneut Fragen über die Unabhängigkeit der Medien im Land auf.
Quellen: Al Jazeera