Ein Berufungsgericht in La Paz hat den Hausarrest von Edwin Rojas, dem ehemaligen Präsidenten der Zentralbank von Bolivien, aufgehoben und eine zweimonatige Untersuchungshaft im San Pedro Gefängnis angeordnet. Diese Entscheidung betrifft auch drei weitere ehemalige Führungskräfte der Zentralbank. Hintergrund ist ein umstrittenes Anleihentauschprogramm aus dem Jahr 2024, das zu erheblichen finanziellen Verlusten führte.
Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, durch fehlerhafte und unregelmäßige Praktiken bei der Abwicklung des Anleihentauschs einen Verlust von 140 Millionen US-Dollar verursacht zu haben. Die Entscheidung des Gerichts folgt auf eine Berufung der Staatsanwaltschaft, die die Aufhebung des Hausarrests von Rojas forderte, um die Ermittlungen nicht zu gefährden. Die Inhaftierung soll sicherstellen, dass die Angeklagten während der weiteren Untersuchungen nicht fliehen oder Beweise manipulieren können.
Der Fall hat in Bolivien hohe Wellen geschlagen und zu einer breiten Diskussion über die Rolle und Verantwortung staatlicher Institutionen in wirtschaftlichen Angelegenheiten geführt. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie sich die juristischen Verfahren entwickeln und welche Konsequenzen dies für die Finanzpolitik des Landes haben wird.
Quellen: Rio Times Online