Chile erhöht Dieselpreise um 54% – Regierung gibt Ölpreisschock an Verbraucher weiter

Während viele lateinamerikanische Länder auf Subventionen oder Preisregulierungen setzen, hat Chile den vollen Schock der gestiegenen Ölpreise an die Verbraucher weitergegeben. Wie aus einem aktuellen Bericht hervorgeht, stiegen die Dieselpreise in dem Andenstaat um 54 Prozent, nachdem der Brent-Ölpreis die Marke von 110 US-Dollar pro Barrel überschritten hat.

Andere Länder subventionieren

Im Gegensatz zu Chile haben andere Länder der Region andere Wege gewählt: Brasilien gab umgerechnet 5,8 Milliarden US-Dollar für Subventionen aus, während Argentinien die Erhöhung der Kraftstoffsteuern aussetzte. Kolumbien, Mexiko und Peru nutzen eine Mischung aus regulierten Preisadjustierungen.

Die chilenische Entscheidung spiegelt die wirtschaftspolitische Ausrichtung der neuen Regierung wider, die auf marktwirtschaftliche Mechanismen setzt. Allerdings könnte der drastische Preisanstieg die Inflation weiter anheizen und soziale Spannungen verstärken, warnen Ökonomen. Besonders betroffen sind Transportunternehmen und Landwirte, die auf Diesel angewiesen sind.

Quellen: Rio Times Online