Indien schaltet Internet in Manipur nach tödlichen Unruhen teilweise ab

Im nordostindischen Bundesstaat Manipur hat die Regierung nach gewaltsamen Unruhen mit vier Todesopfern eine teilweise Internetsperre verhängt. Die Behörden begründen die Maßnahme mit der Notwendigkeit, die Verbreitung von Falschinformationen und Hetze in sozialen Medien zu unterbinden, die zu weiteren Gewaltausbrüchen führen könnten.

Die Unruhen brachen nach Berichten lokaler Medien aus, nachdem Spannungen zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen eskaliert waren. Sicherheitskräfte wurden in der Region verstärkt, um die Lage zu beruhigen. Internetabschaltungen werden in Indien bei Unruhen immer wieder als Mittel zur Kontrolle der Kommunikation eingesetzt, stehen aber auch in der Kritik, Grundrechte einzuschränken.

Experten warnen, dass solche Maßnahmen die Transparenz erschweren und humanitäre Hilfe behindern können. Die genauen Umstände der Gewalt sind noch unklar, da die Kommunikation in der Region stark eingeschränkt ist.

Quellen: Channel News Asia