Im Herzen Hamburgs lenkt Alex Deagoue Busse durch die Straßen und sorgt dafür, dass die Fahrgäste sicher an ihr Ziel gelangen. Doch der 38-Jährige hat noch eine weitere bedeutende Rolle: Er ist Bürgermeister eines 3000-Einwohner-Ortes in der Elfenbeinküste. In einem aufschlussreichen Interview berichtet Deagoue von den Herausforderungen, die beide Tätigkeiten mit sich bringen, und wie er den Spagat zwischen dem Leben in Deutschland und seinen Verpflichtungen in Westafrika meistert.
Deagoue, der ursprünglich aus der Elfenbeinküste stammt, hat im Jahr 2020 das Bürgermeisteramt in seiner Heimatstadt übernommen. Trotz der geografischen Distanz bleibt er eng mit den Bedürfnissen seiner Gemeinde verbunden. Er nutzt moderne Kommunikationsmittel, um den Kontakt zu seinen Mitbürgern aufrechtzuerhalten und aktuelle Probleme zu besprechen.
Seine Erfahrungen als Busfahrer sieht Deagoue nicht nur als Job, sondern auch als Möglichkeit, seine Zeit effektiv zu nutzen und seine Mitmenschen kennenzulernen. Die Erlebnisse in Hamburg bereichern seine Perspektive und helfen ihm, innovative Lösungen für die Herausforderungen in der Elfenbeinküste zu finden. Zudem engagiert er sich für die Verbesserung der Infrastruktur in seiner Heimat, die durch zahlreiche Herausforderungen geprägt ist.
Als Bürgermeister hat er sich insbesondere der Bildung und der Gesundheitsversorgung gewidmet, zwei zentrale Anliegen seiner Gemeinde. Die Unterstützung durch Organisationen in Deutschland hat ihm dabei geholfen, Projekte ins Leben zu rufen, die das Leben der Menschen vor Ort nachhaltig verbessern sollen.
Deagoues Geschichte ist nicht nur ein Beispiel für persönliches Engagement, sondern auch ein eindrucksvolles Beispiel für die Verbindungen zwischen Deutschland und der Elfenbeinküste. Seine einzigartige Lebenssituation zeigt, wie globalisierte Lebensstile und lokale Verantwortungen miteinander verwoben sind.
Quellen: Spiegel Online