Einsamkeit in Südkorea: Ein wachsendes Problem

In Südkorea, insbesondere in der Hauptstadt Seoul, ist Einsamkeit zu einem alarmierenden Thema geworden. Aktuellen Studien zufolge leben fast 50 Prozent der Haushalte in Seoul allein. Diese Zahl könnte weiter steigen, da mehr als 40 Prozent der 25- bis 49-Jährigen angeben, nicht heiraten zu wollen.

Die Kommunalbehörden betrachten Einsamkeit mittlerweile als eine ernsthafte Gesundheitskrise. In Reaktion darauf plant die Stadtregierung von Seoul, über die nächsten fünf Jahre hinweg mehr als 260 Millionen Euro in Programme zu investieren, die darauf abzielen, die Lebensqualität für alleinlebende Bürger zu verbessern und soziale Isolation zu bekämpfen. Dies geschieht in der Hoffnung, das soziale Gefüge der Stadt zu stärken und den psychischen Druck auf die Bürger zu reduzieren.

Die Maßnahmen könnten Initiativen zur Förderung von Gemeinschaften, sozialen Aktivitäten und Unterstützungssystemen umfassen, um den Betroffenen zu helfen und die Einsamkeit zu verringern. Die Stadtverwaltung setzt sich dafür ein, ein unterstützendes Umfeld zu schaffen, das den Bedürfnissen der alleinlebenden Bevölkerung gerecht wird.

Quellen: France 24 – World, France 24 – Asia-Pacific