Australien hat sich entschlossen, seine Position im globalen Wettlauf um die Kontrolle über seltene Erden zu stärken. Die Regierung hat sechs chinesische Aktionäre von Northern Minerals, einem Unternehmen, das Dysprosium zur Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge und zur Nutzung in militärischen Anwendungen abbaut, angewiesen, ihre Anteile zu verkaufen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Einfluss Chinas auf die australische Rohstoffindustrie zu minimieren und die nationale Sicherheit zu gewährleisten.
Die Entscheidung ist Teil einer breiteren Strategie Australiens, die darauf abzielt, unabhängiger von ausländischen Rohstofflieferanten zu werden, insbesondere in Hinblick auf die steigende Nachfrage nach umweltfreundlichen Technologien. Dysprosium ist ein kritischer Rohstoff, der in der Produktion von Hochleistungsmagneten verwendet wird, die für E-Autos und moderne Militärtechnologien unerlässlich sind.
Die australische Regierung hat diese Schritte als notwendig erachtet, um die eigene Industrie zu schützen und die Abhängigkeit von China zu reduzieren, das in den letzten Jahren eine dominante Rolle auf dem Markt für seltene Erden eingenommen hat. Die Maßnahme könnte auch internationale Spannungen mit China verstärken, das auf die australischen Rohstoffe angewiesen ist.
Quellen: FAZ Online