In der kubanischen Hauptstadt Havanna kam es am Dienstag zu massiven Protesten, bei denen Tausende von Bürgern ihre Unterstützung für den ehemaligen Präsidenten Raúl Castro zum Ausdruck brachten. Anlass der Demonstrationen sind die jüngsten Anklagen der US-Regierung gegen Castro, die ihn wegen mutmaßlicher Verwicklung in Verbrechen gegen US-Bürger anklagt.
Die Demonstranten versammelten sich vor der US-Botschaft und skandierten Parolen wie „Es lebe Raúl!“. Der kubanische Staat hat die Anklagen als einen „schändlichen und infamen politischen Provokationsakt“ bezeichnet. Die Regierung in Havanna warf den USA vor, mit ihrer Politik gegen Kuba eine militärische Intervention zu rechtfertigen und die Souveränität der Insel zu untergraben.
In der Vergangenheit hat Kuba bereits auf ähnliche Drohungen reagiert, und die aktuellen Ereignisse haben die Spannungen zwischen der US-Regierung und der kubanischen Führung weiter verschärft. Die Unterstützung für Castro scheint stark zu sein, was sich in der großen Menschenmenge widerspiegelt, die trotz der politischen Unterdrückung in Kuba auf die Straßen geht.
Quellen: Al Jazeera English, BBC News