In Madrid haben am Samstag zehntausende Menschen an einem von Gewerkschaften unterstützten Protest teilgenommen, um gegen die explodierenden Mieten und die anhaltende Wohnungskrise zu demonstrieren. Die Teilnehmer forderten von der Regierung Maßnahmen zur Bekämpfung der Wohnraumnot, die viele Menschen in der spanischen Hauptstadt betrifft.
Die Durchschnittsmieten in Spanien sind in den letzten zehn Jahren um 100 Prozent gestiegen, was zu einer erheblichen Belastung für viele Haushalte führt. Besonders in großen Städten wie Madrid und Barcelona ist der Wohnraum knapp und die Preise sind für viele unerschwinglich geworden. Die Demonstranten forderten unter anderem eine Mietpreisobergrenze und mehr staatliche Investitionen in den sozialen Wohnungsbau.
Der Protest war nicht nur eine Reaktion auf die steigenden Mieten, sondern auch ein Ausdruck der allgemeinen Unzufriedenheit mit der sozialistischen Regierung unter Premierminister Pedro Sánchez, die in den letzten Jahren zunehmend in der Kritik steht. Die Demonstranten forderten eine klare politische Antwort auf die Wohnkrise und mehr Unterstützung für einkommensschwache Familien.
Quellen: ZEIT Online, Euronews