Ein Jahr nach Gletschersturz: Rückkehr nach Blatten

Ein Jahr nach dem dramatischen Gletschersturz, der das Dorf Blatten im Lötschental begrub, dürfen die ehemaligen Bewohner erstmals zurückkehren. Am 28. Mai 2025 kam es zu einem massiven Gletscherabrutsch, der fast das gesamte Dorf unter Eis und Schutt begrub. Rund 300 Einwohner verloren in diesem Ereignis nicht nur ihre Häuser, sondern auch einen Teil ihrer Geschichte und Identität.

Die Rückkehr findet in einem emotionalen Rahmen statt. Viele der Betroffenen haben in den vergangenen Monaten in anderen Gemeinden leben müssen und sind nun mit gemischten Gefühlen in ihre alte Heimat zurückgekehrt. Während einige Bewohner die Hoffnung hegen, ihre Häuser wiederaufzubauen, stehen sie auch vor der ernsten Frage, wie diese Rückkehr in ein sich veränderndes Klima und eine unsichere Zukunft gestaltet werden kann.

Die Rückkehrer berichten von einem Gefühl der Trauer, aber auch von Hoffnung. Einige haben bereits Pläne, den Wiederaufbau zu beginnen, während andere sich zunächst um die psychologische Verarbeitung der erlittenen Verluste kümmern müssen. Die Gemeinde und die Behörden bieten Unterstützung an, um diesen Prozess zu erleichtern.

Das Dorf Blatten ist ein Symbol für die Herausforderungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Der Gletschersturz ist nicht nur eine Naturkatastrophe, sondern auch ein Hinweis auf die fragilen Ökosysteme, die durch menschliche Aktivitäten und klimatische Veränderungen bedroht sind.

Quellen: ARD Tagesschau