Die kroatische Regierung hat am 28. Mai 2026 neue steuerliche Maßnahmen angekündigt, um die Wirtschaft des Landes zu stabilisieren und die Inflation zu bekämpfen. Ministerien zufolge sollen insbesondere Übergewinne von Unternehmen sowie Einnahmen aus Kurzzeitvermietungen besteuert werden. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenderen Plans, um die wirtschaftlichen Herausforderungen, mit denen Kroatien konfrontiert ist, anzugehen.
Die Inflation in Kroatien liegt aktuell bei 5,4 Prozent, was im europäischen Vergleich zu den höchsten Werten zählt. Die neuen Steuern sollen nicht nur zur Stabilisierung der Wirtschaft beitragen, sondern auch die Wohnraumsituation in beliebten Touristengebieten verbessern. Durch die Besteuerung von Kurzzeitvermietungen wird erwartet, dass mehr Immobilien auf den regulären Mietmarkt zurückgeführt werden, was wiederum zu einem Anstieg des verfügbaren Wohnraums führen könnte.
Die Regierung betont, dass die neuen Steuern notwendig sind, um ein ausgewogenes Wirtschaftswachstum zu fördern und die Lebenshaltungskosten zu senken. Kritiker befürchten jedoch, dass dies negative Auswirkungen auf die Unternehmenslandschaft haben könnte, insbesondere in einer Zeit, in der viele Unternehmen sich von den Auswirkungen der Pandemie erholen müssen.
Quellen: Balkan Insight