Ghana verabschiedet restriktives Anti-LGBTQ-Gesetz

Das Parlament Ghanas hat am Freitag ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, das Homo- und Bisexualität kriminalisiert. Laut dem neuen Gesetz sind homosexuelle Handlungen, sowie die Förderung und Unterstützung von LGBTQ-Aktivitäten, mit Haftstrafen von drei bis fünf Jahren bedroht. Diese Gesetzgebung gilt als eine der restriktivsten in Afrika und wird von Menschenrechtsorganisationen und internationalen Institutionen scharf kritisiert.

Der Gesetzentwurf wurde in einer hitzigen Debatte im Parlament angenommen und steht nun zur Unterschrift des Präsidenten John Mahama an. Kritiker argumentieren, dass das Gesetz nicht nur die Rechte von LGBTQ-Personen verletzt, sondern auch das gesellschaftliche Klima für alle Bürger Ghanas negativ beeinflusst. Menschenrechtsgruppen warnen, dass die Annahme dieses Gesetzes zu einer weiteren Stigmatisierung und Diskriminierung von LGBTQ-Personen in Ghana führen könnte.

Die Verabschiedung des Gesetzes folgt auf anhaltende Diskussionen über die Rechte von LGBTQ-Personen und zeigt den wachsenden Einfluss konservativer Kräfte in der ghanaischen Gesellschaft. Aktivisten befürchten, dass dies nicht nur die persönliche Sicherheit von LGBTQ-Menschen gefährdet, sondern auch die internationalen Beziehungen Ghanas beeinträchtigen könnte, insbesondere mit Ländern, die Gleichstellung und Menschenrechte unterstützen.

Quellen: BBC News, Africanews, France 24