Die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) hat nach einem Drohnenangriff auf das Atomkraftwerk Saporischschja, das unter russischer Kontrolle steht, angekündigt, Zugang zu dem betroffenen Gelände zu verlangen. Russland beschuldigt die Ukraine, für den Angriff verantwortlich zu sein, was Kiew vehement bestreitet und die Vorwürfe als „atomare Erpressung“ abtut.
Der Angriff, der die Turbinenhalle des Kraftwerks traf, wurde als schwerwiegender Vorfall gewertet, da das Kraftwerk das größte in Europa ist. Die IAEA hat seit April 2024 keinen Zugang mehr zu dem Kraftwerk erhalten, und ihre Forderung nach Zutritt wird als entscheidend für die Beurteilung der Sicherheitslage betrachtet.
Rosatom, die russische Atomenergiebehörde, bestätigte zwar den Angriff, gab jedoch an, dass keine wesentlichen Schäden an der Infrastruktur des Kraftwerks entstanden seien. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern nehmen weiter zu, während die internationale Gemeinschaft besorgt über die Gefahren eines möglichen nuklearen Vorfalls ist.
Quellen: ARD Tagesschau, Spiegel Online