In Äthiopien haben am Montag Millionen von Bürgern an den mit Spannung erwarteten Wahlen zu den nationalen und regionalen Parlamenten teilgenommen. Die Abstimmung sollte dem amtierenden Premierminister Abiy Ahmed eine noch stärkere politische Legitimation verschaffen. Doch die Wahl wurde in mehreren Regionen des Landes von gewaltsamen Vorfällen und Sicherheitsproblemen überschattet.
Die Nationale Wahlkommission Äthiopiens (NEBE) berichtete, dass 143 Wahllokale im ganzen Land aufgrund sicherheitsrelevanter Probleme nicht geöffnet werden konnten. In den Regionen Oromia und Amhara, die als besonders konfliktbeladen gelten, wurden bereits begonnene Stimmenabgaben unterbrochen. In der Tigray-Region fanden aufgrund der dort herrschenden ungünstigen Bedingungen gar keine Wahlen statt.
Wahlbeobachter und Oppositionelle äußern Bedenken hinsichtlich der Fairness und Transparenz dieser Wahlen, da das politische Klima im Land von anhaltenden Konflikten geprägt ist. Analysten warnten davor, dass die Wahlen in einem Umfeld stattfinden, in dem politische Freiheiten stark eingeschränkt sind, und forderten eine umfassende Überprüfung der Wahlverfahren.
Quellen: France 24 – Africa, AllAfrica, Africanews EN