Die Regierung von Ungarns neuem Ministerpräsidenten Péter Magyar plant die Einführung einer Vermögenssteuer, die als Teil eines umfassenden Reformprogramms zur Förderung sozialer Gerechtigkeit vorgestellt wird. Diese Entscheidung folgt auf die Abwahl von Viktor Orbán, der 16 Jahre lang an der Macht war und dessen Regierung oft mit der Belohnung wirtschaftlicher Chancen für loyalen Unterstützer in Verbindung gebracht wurde.
Die Ankündigung kommt in einer Zeit, in der die ungarische Elite, insbesondere die sogenannten Oligarchen, besorgt auf die politischen Veränderungen reagieren. Während der Wahlkampf von Magyar von Versprechen geprägt war, die soziale Ungleichheit zu verringern, sehen viele der wohlhabenden Bürger nun ihre wirtschaftlichen Vorteile in Gefahr.
Die Einführung der Steuer könnte nicht nur die finanzielle Landschaft Ungarns verändern, sondern auch das Verhältnis zwischen dem neuen politischen Establishment und den wirtschaftlichen Eliten des Landes beeinflussen. Beobachter warnen, dass eine solche Maßnahme möglicherweise zu einer stärkeren Abwanderung von Unternehmen und Kapital führen könnte, sollte die Steuer als zu belastend empfunden werden.
Quellen: The Guardian, Euronews