Lettischer Maler wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger verurteilt

Der Rigaer Regionalgerichtshof hat am 7. April 2026 ein deutliches Urteil gefällt: Der lettische Maler und Kunstdozent Pēteris Postažs wurde wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Die Verbrechen datieren zurück auf die frühen 1990er Jahre und betreffen mehrere minderjährige Mädchen.

Laut der Nachrichtenagentur LETA wurde der Fall trotz des zeitlichen Abstands akribisch aufgearbeitet. Postažs, der an der Kunstakademie Lettlands (LMA) lehrte, hatte sich in der Kulturszene des Landes einen Namen gemacht. Das Urteil sendet ein klares Signal gegen sexualisierte Gewalt und die Aufarbeitung historischer Fälle.

Konsequenzen für die Kunstszene

Die Verurteilung wirft Fragen nach dem Umgang mit belasteten Künstlern auf. Die Kunstakademie Lettlands hat bereits angekündigt, Postažs‘ Werke aus ihrem öffentlichen Programm zu nehmen. Kulturministerin Nauris Puntulis betonte die Notwendigkeit, Opfer ernst zu nehmen – unabhängig vom gesellschaftlichen Status der Täter.

Quellen: LSM.lv English (Lettland)