In einer klaren Positionierung gegen den Einfluss Russlands hat der armenische Premierminister Nikol Pashinyan am Montag den Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin zurückgewiesen, ein Referendum über einen möglichen Beitritt Armeniens zur Europäischen Union abzuhalten. Diese Entscheidung spiegelt den wachsenden Wunsch Armeniens wider, sich von Moskaus Einfluss zu lösen und eigene außenpolitische Wege zu gehen.
Pashinyans Ablehnung erfolgt vor den anstehenden Parlamentswahlen, die für den 7. Juni angesetzt sind, und zeigt, dass der Premierminister entschlossen ist, die Souveränität seines Landes zu verteidigen. Diese Haltung könnte bei der Bevölkerung auf Zustimmung stoßen, insbesondere bei jenen, die sich eine stärkere Anbindung an die EU wünschen.
Die politische Situation in Armenien bleibt angespannt, da die Beziehungen zu Russland durch die jüngsten Entwicklungen belastet werden. Während die Wahlen bevorstehen, bleibt abzuwarten, wie sich die armenische Öffentlichkeit zu Pashinyans außenpolitischen Entscheidungen positionieren wird und ob dies Auswirkungen auf die Wahlergebnisse haben wird.
Quellen: Euronews, France 24