In Bolivien haben zwei weitere Minister des Kabinetts von Präsident Luis Arce ihren Rücktritt erklärt. Verteidigungsminister Edmundo Novillo und Bildungsminister Adrián Quelca traten von ihren Posten zurück. Diese Entscheidungen erfolgen inmitten eines anhaltenden sozialen Aufruhrs im Land, der bereits seit einem Monat andauert. Zuvor hatte bereits der Arbeitsminister seinen Rücktritt bekannt gegeben.
Die Unruhen in Bolivien sind durch Massenproteste ausgelöst worden, die sich gegen die Regierungspolitik richten und insbesondere die wirtschaftliche Lage sowie die sozialen Bedingungen im Land kritisieren. In mehreren Regionen, darunter auch in der Hauptstadt La Paz, kam es zu Straßenblockaden, die die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern wie Medizin erheblich beeinträchtigten.
Die Rücktritte der Minister sind ein Versuch der Regierung, die Spannungen im Land zu entschärfen und möglicherweise Raum für Verhandlungen mit den Protestierenden zu schaffen. Trotz dieser Entwicklungen bleibt die Lage in Bolivien angespannt, und es ist unklar, ob die Regierung von Präsident Arce weitere Zugeständnisse machen wird, um die anhaltenden Proteste zu beenden.
Quellen: El País – Americas, ZEIT Online