Die politischen Beziehungen zwischen Neuseeland und China haben einen weiteren Tiefpunkt erreicht, nachdem Peking vier neuseeländische Abgeordnete mit einem einjährigen Reiseverbot belegt hat. Diese Entscheidung folgte auf einen Besuch der Abgeordneten in Taiwan, der in China als provokant angesehen wird.
Der neuseeländische Außenminister Winston Peters hat bereits eine Erklärung von der chinesischen Regierung gefordert. Peters betonte, dass solche Maßnahmen nicht zur Stabilität in der Region beitragen und die diplomatischen Beziehungen belasten könnten.
Das Verbot hat auch in Australien Besorgnis ausgelöst, wo die Regierung angekündigt hat, in dieser Angelegenheit offiziell Stellung zu beziehen. Die australische Regierung sieht die Entscheidung als einen gefährlichen Präzedenzfall und unterstützt Neuseeland in seiner Haltung gegen die chinesische Behauptung, dass der Besuch in Taiwan eine Verletzung der Souveränität darstellt.
Die Situation verdeutlicht die zunehmenden Spannungen zwischen China und den westlichen Nationen, insbesondere im Hinblick auf Taiwan, wo immer mehr Länder diplomatische Beziehungen pflegen.
Quellen: Stuff NZ, ABC Australia, Radio New Zealand, BBC News