In Eisenach engagiert sich die 35-jährige Kathrin Weigelt aktiv gegen die Vermüllung ihrer Stadt. Was als frustrierte Klage über die Abfallproblematik begann, hat sich in ein bemerkenswertes Ehrenamt verwandelt. Jeden Abend geht sie mit einer Mülltüte durch die Straßen und sammelt Abfälle ein, um ihrer Umgebung etwas Gutes zu tun.
Weigelt erklärte, dass sie anfangs oft nur gemeckert hat, doch schließlich wollte sie nicht nur reden, sondern handeln. Sie hofft, dass ihr Beispiel andere dazu motiviert, ebenfalls aktiv zu werden. „Wenn ich etwas tue, ist das Meckern einfacher“, sagt sie und unterstreicht damit ihre Motivation. Ihre Einsätze sind nicht nur ein Zeichen für mehr Sauberkeit, sondern auch ein Aufruf an die Bürger, Verantwortung für ihre Stadt zu übernehmen.
Die Aktion zieht mittlerweile die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich. Immer wieder werden Passanten auf ihre Arbeit aufmerksam und unterstützen sie, indem sie ebenfalls Müll aufsammeln oder sich mit ihr unterhalten. Weigelt berichtet, dass sie auch Müllsünder beobachtet und diese direkt anspricht. „Ich möchte nicht nur sauber machen, sondern auch das Bewusstsein der Menschen für die Problematik schärfen“, so Weigelt weiter.
In einer Stadt, die von Tourismus und Geschichte geprägt ist, könnte eine sauberere Umgebung dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern und mehr Besucher anzuziehen. Ihr Engagement wird von der Stadtverwaltung positiv wahrgenommen und könnte möglicherweise als Vorbild für ähnliche Aktionen in anderen Städten Thüringens dienen.
Quellen: MDR – Nachrichten