In Frankreich haben am Sonntag Tausende von Menschen an einem stillen Marsch teilgenommen, um der 11-jährigen Schülerin Lyhanna zu gedenken, die in einem erschütternden Fall von Gewalt ermordet wurde. Der Fall hat nicht nur die Herzen der Bürger berührt, sondern auch eine Welle der Empörung ausgelöst, nachdem bekannt wurde, dass die Polizei versäumt hatte, den mutmaßlichen Täter, Jérôme Barella, der Monate vor dem Mord wegen sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden war, zu befragen.
Die Trauermarschierenden versammelten sich in der Stadt Fleurance, wo Lyhanna zuletzt lebendig gesehen wurde. Die Eltern der Schülerin und zahlreiche Unterstützer forderten eine umfassende Untersuchung der Umstände, die zu ihrem Tod führten. Der Fall hat Fragen zur Effizienz und zum Umgang der Justiz mit Missbrauchsvorwürfen aufgeworfen und eine Debatte über notwendige Reformen angestoßen.
Die Anwältin Choralyne Dumesnil äußerte, dass Frankreich sich in einem ‚Übergang‘ befinde, da die Schwächen im Justizsystem durch diesen tragischen Vorfall deutlich geworden seien. Die Bürger verlangen nun mehr Verantwortung und eine Reform der Sicherheits- und Justizbehörden, um zu verhindern, dass sich ähnliche Tragödien in der Zukunft wiederholen.
Quellen: The Guardian, France 24